{"id":548,"date":"2019-08-10T00:42:14","date_gmt":"2019-08-09T22:42:14","guid":{"rendered":"http:\/\/novesiacup.com\/?p=548"},"modified":"2019-08-20T01:01:49","modified_gmt":"2019-08-19T23:01:49","slug":"neuss-stadt-zwischen-kohle-und-korn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novesiacup.com\/index.php\/2019\/08\/10\/neuss-stadt-zwischen-kohle-und-korn\/","title":{"rendered":"Neuss &#8211; Austragungsort des Novesia Cups"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-608 size-large\" src=\"http:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/neuss1-1024x512.jpg\" alt=\" \" width=\"800\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/neuss1-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/neuss1-300x150.jpg 300w, https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/neuss1-768x384.jpg 768w, https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/neuss1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Am S\u00fcdrand des Niederrheinischen Tieflandes liegt das St\u00e4dtepaar D\u00fcsseldorf Neuss, das hinsichtlich Entstehung und sp\u00e4tere Bedeutung eine h\u00f6chst unterschiedliche Geschichte aufweist. War das in Anbindung an das befestigte R\u00f6merlager Novesium (hieraus leitet sich der Name des Pokals ab) entstandene Neuss schon im Mittelalter eine bl\u00fchende Handelsstadt, so vollzog sich die Entwicklung D\u00fcsseldorfs erst in sp\u00e4tmittelalterlicher Zeit, nachdem das kleine Fischerdorf an der D\u00fcssel von den bergischen Grafen und Herz\u00f6gen im Jahre 1288 zur Stadt und vom 15. bis 18. Jahrhundert zur Residenz erkoren wurde. Auch heute ist das heute rd. 150 000 Menschen z\u00e4hlende Neuss sicherlich mehr als eine Nebenstadt von D\u00fcsseldorf. Lediglich die nord\u00f6stliche Neusser Stadtgrenze verl\u00e4uft durch \u00fcbergreifende und funktional sich erg\u00e4nzende Industrie- und Wohngebiete. Ansonsten bildet der Rhein eine recht markante, wenn auch mit Hilfe zahlreicher Br\u00fccken gut zu \u00fcberwindende Trennungslinie.<\/p>\n<p>Das vom heutigen Stadtkern des Mittelzentrums Neuss etwa 2 km entfernte r\u00f6mische Milit\u00e4rlager stellte lediglich einen lockeren Bezugspunkt zur zivilen R\u00f6mer- und sp\u00e4teren fr\u00e4nkischen Siedlung am heutigen B\u00fcchel dar. Die Entwicklung zu einem bl\u00fchenden Handelsort verdankt die Stadt in erster Linie dem Umstand, dass entlang der heutigen Niederterasse des Rheins der Fernhandelsweg Nijmegen-Neuss-K\u00f6ln verlief. In Nachbarschaft dieser Achse, der heutigen Oberstra\u00dfe, B\u00fcchel und Niederstrasse, entstand die mittelalterliche Stadt, deren Ausdehnung anhand des Verlaufs der Promenaden bzw. ringf\u00f6rmiger Stra\u00dfenz\u00fcge (Batterie-, Hafen-, Hamtorwall-, Promenadenstra\u00dfe) fassbar ist. Von den historischen Zeugen sind nur noch wenige Relikte erhalten. Die sp\u00e4tromanische Gew\u00f6lbebasilika St. Quirin mit dem Immunit\u00e4tsbereich erinnert eindrucksvoll an die einstige Stellung als kirchliches Zentrum und Zollst\u00e4tte im kurk\u00f6llner Territorium. Bescheidene \u00dcberreste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen (Obertor, St\u00fctzb\u00f6gen, Wehrt\u00fcrme) zeugen von den Auseinandersetzungen, die Neuss im Verbund mit K\u00f6ln zu \u00fcberstehen hatte. Auch von der f\u00fcr Neuss einst so charakteristischen Bausubstanz des 17. und 18. Jahrhunderts (Giebelh\u00e4user) sind nur wenige in der Michael, Ober- und Niederstra\u00dfe sowie am B\u00fcchel erhalten geblieben.<\/p>\n<p>Nach der bereits angesprochenen Rheinstromverlagerung erlebte die Stadt trotz zahlreicher Gegenma\u00dfnahmen, u.a. wurde die Erft in das alte Rheinbett umgeleitet, einen wirtschaftlichen Niedergang. Neuss behielt den Status einer sog. Ackerb\u00fcrgerstadt \u00fcber lange Zeit. Erst w\u00e4hrend der Besetzung durch die Franzosen sp\u00e4ter durch die Preu\u00dfen ergaben sich nach Abbruch der Stadtbefestigungen neue wirtschaftliche und st\u00e4dtebauliche Anst\u00f6\u00dfe. Das rasche Wachstum der Stadt in n\u00f6rdlicher und westlicher Richtung wurde durch die einsetzende Industrialisierung in Verbindung mit dem Eisenbahnbau seit 1852 und dem Hafenausbau seit 1881 erheblich forciert. Weitere Ver\u00e4nderungen erhielt das Stadtgebiet im 20. Jahrhundert durch die Eingemeindung gewachsener, heute st\u00e4dtisch gepr\u00e4gter Dorfstrukturen (1913: Neusserfurt, Vogelsang und Buschhausen; 1929: Grimlinghausen, Uedesheim, Weckhoven; 1975: Holzheim, Grefrath, Norf, Rosellen, Hoisten, Speck, Wehl, Helpenstein, Teile von Kaarst). Die Anlage der s\u00fcdlichen \u201eVorst\u00e4dte\u201c Reuschenberg und Gnadental geht hingegen auf die Gartenstadtidee der 30er Jahre zur\u00fcck. Als recht junge Stadtausbauten treten uns die Trabantenstadt Erfttal sowie das \u201eRheincenter\u201c mit den vielseitigen Einzelhandelsstrukturen und den nahegelegenen Industrie- und Gewerbereservefl\u00e4chen im Hammfeld entgegen. Hier haben sich in j\u00fcngster Zeit namhafte Firmen angesiedelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Auszug aus: Dr. Vossen, Nordrhein-Westfalen, Klett-Verlag\/L\u00e4nderprofile<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.neuss.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-873 size-full\" src=\"http:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/anzeige2018_neuss.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/anzeige2018_neuss.jpg 1000w, https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/anzeige2018_neuss-300x104.jpg 300w, https:\/\/novesiacup.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/anzeige2018_neuss-768x265.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am S\u00fcdrand des Niederrheinischen Tieflandes liegt das St\u00e4dtepaar D\u00fcsseldorf Neuss, das hinsichtlich Entstehung und sp\u00e4tere Bedeutung eine h\u00f6chst unterschiedliche Geschichte aufweist. 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