
Titelträger aus Ostbelgien
KAS Eupen hat sich in kurzer Zeit einen Namen beim Novesia Cup gemacht und nutzt Neuss als ernsthaften Prüfstand für den eigenen Nachwuchs. Seit der Premiere 2022 tritt der Club mit klarer Struktur, hoher Entscheidungsgeschwindigkeit und sauberer Arbeit gegen den Ball auf.
Der Einstieg 2022 zeigte das Profil auf Anhieb. In der Gruppenphase traf Eupen auf Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, gewann gegen die Neusser Stadtauswahl und verpasste das Halbfinale nur knapp; im anschließenden Spiel um die Plätze gab es gegen Borussia Mönchengladbach eine enge 1:2-Niederlage. Genau diese Mischung aus dichtem Positionsspiel und schnellen Umschaltwegen sorgte schon damals für auffällige Phasen mit Spielkontrolle.
Ein Jahr später folgte der große Wurf. 2023 holte Eupen den Titel und bestätigte damit die Turnierhärte, die bereits in der Vorrunde sichtbar war. Die Belgier setzten früh Akzente, hielten das Tempo hoch und brachten die knappen Partien verlässlich über die Ziellinie. 2024 traf Eupen in Neuss erneut auf starke niederrheinische Konkurrenz und setzte im direkten Vergleich ein 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach, was die Konstanz über Jahrgänge hinweg unterstreicht.
Das Nachwuchsbild passt dazu. 2022 standen alle Jugendteams der Panda Youngsters in der „Nationale Elite B“ an der Spitze, ein Teil wurde Meister, die übrigen Vizemeister. 2022/23 spielten die U13 bis U18 geschlossen in Elite 1 und erreichten die Play-off-Runde der besten acht Vereine des Landes. Dieses Umfeld sorgt für regelmäßige Spiele auf hohem Niveau, kurze Wege zwischen den Stufen und Jahrgänge, die an Intensität gewöhnt sind.
So tritt Eupen 2025 einmal mehr mit einem Kader an, der im kompakten Turniermodus wenig Anlaufzeit braucht. Gegenpressing sauber anschieben, vertikal spielen, zweite Bälle sichern, Abschlüsse früh suchen, das ist die Blaupause, die in Neuss schon mehrfach getragen hat. Wer wissen will, wie konsequent kleine Ballgewinne in Chancen verwandelt werden können, bleibt bei Eupen stehen.

