
Reviertradition und Knappenschmiede
Der FC Schalke 04 gehört seit den Anfangsjahren zum Novesia Cup und prägt den Wettbewerb mit einer klaren Nachwuchshandschrift. Beim ersten Turnier im Neusser Stadion stand Manuel Neuer im Tor, seither tritt Schalke regelmäßig mit konkurrenzfähigen Jahrgängen an und liefert tiefe Läufe in der Endrunde.
2024 erreichten die Königsblauen erneut das Finale und unterlagen Borussia Mönchengladbach knapp mit 0:1. Der Weg dorthin war solide: In der Vorrunde setzte sich Schalke unter anderem gegen Fortuna Sittard, Werder Bremen und die DFB-Stützpunkt-Auswahl durch und zeigte genau jene Turnierqualitäten, die in Neuss zählen, nämlich Konsequenz in engen Partien und Tempo in den Umschaltmomenten.
Die Basis dafür liegt in der Knappenschmiede, dem seit Jahren etablierten Nachwuchsleistungszentrum des Vereins. Die U19 und die U17 spielen auf höchster nationaler Ebene, die Ausbildung ist auf Durchlässigkeit angelegt und hat zahlreiche Profis hervorgebracht, etwa Manuel Neuer, Leroy Sané, Julian Draxler oder Benedikt Höwedes. Besonders sichtbar wurde die Arbeit im Jahr 2022, als die U17 die Deutsche Meisterschaft gewann und im Finale Nervenstärke vom Punkt bewies.
Auch strukturell stimmt der Rahmen. Schalke gehört zu den mitgliederstärksten Vereinen in Deutschland, das Umfeld ist groß und fußballzentriert, die Nachwuchsteams bestreiten regelmäßig Vergleiche auf hohem Niveau und nehmen an stark besetzten Turnieren teil. Diese Taktung schafft Spielpraxis gegen Topgegner und hält die Abläufe in allen Mannschaftsteilen scharf.
Für den Novesia Cup bedeutet das eine verlässliche Größe im Feld. Schalke bringt Turniererfahrung, eine belastbare Ausbildungsstruktur und Jahrgänge, die an Tempo, Intensität und Wiederholungsqualität gewöhnt sind. Genau dieses Profil sorgt in Neuss regelmäßig dafür, dass die Spiele der Knappen früh Struktur bekommen, zweite Bälle gesichert werden und sich im Verlauf Chancen auf das späte Tor ergeben.
