Die Legende lebt

Gelsenkirchen liegt in der ehemals ländlich geprägten Emscherzone des Ruhrgebietes. Die hektische industrielle Entwicklung sorgte mit den Zechensiedlungen für neue große Stadtgebiete und für die Kumpels, die mit einer enormen Treue den Verein bis heute begleitet haben. Der wirtschaftliche Wandel hat heute Gelsenkirchen erneut verändert, geblieben ist aber die Liebe der „Kumpels“ zu Schalke O4. 1904 gegründet begann in der Folgezeit recht schnell der Aufstieg zur damals berühmtesten deutschen Mannschaft. Schalke gehörte zu den 16 Vereinen, die 1963 in die erste Bundesligasaison starteten. In der Bundesliga gab es Höhen, aber auch Tiefen und nicht immer spielte Schalke 04 in der ersten Liga. Nach der Errichtung der 61500 Zuschauer fassenden und zumeist ausverkauften Schalker Arena im Jahr 2001 knüpften die Königsblauen sportlich an ganz große Zeiten an. Sie spielten in der UEFA Champions League und gewannen den DFB-Pokal. Von diesen Erfolgen war die hoch gehandelte Mannschaft in der letzten Saison weit entfernt. Mit großen Erwartungen gestartet konnte die Mannschaft in keiner Phase der Saison diese erfüllen. Aber letztendlich konnte der durchaus mögliche Abstieg auch sehr zur Erleichterung der vielen Schalker Fans in Neuss vermieden werden.
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Die Schalker Jugend nahm bereits mehrfach am Turnier um den Novesia Cup teil. Beim Gründungsturnier im Neusser Stadion stand Manuel Neuer als kleiner Nachwuchsspieler im Tor der Schalker. Besonders auszeichnen konnte er sich er damals noch nicht und auch das Turnierergebnis ist nicht unbedingt erwähnenswert. Aber eben die hervorragende Jugendarbeit der Schalker machte eine besondere Karriere möglich. Aus dem Knirps wurde der weltbeste Torwart. Aber damit nicht genug. Mit Schalke konnte noch ein weiterer aktueller Nationalspieler die Besonderheit des Novesia Cups erleben. Auch Leroy Sane war mit seinen „Knappen“ während seiner Schalker Jugendzeit in Neuss. Somit darf man sehr gespannt sein, mit welchen besonderen Talenten der Verein in Neuss auflaufen wird.

Enttäuscht hat Schalke in Neuss sicher nie, aber die Elf aus dem Revier konnte nur selten bei dem hochklassigen Feld wirklich Bäume ausreißen. Einmal konnte sich Schalke in das Endspiel vorkämpfen, welches dann nur per Elfmeterschießen verloren ging. In diesem Jahr geht die Mannschaft berechtigterweise erneut als Mitfavorit ins Rennen. Zumindest waren die Vergleiche der letzten Monate mit den westdeutschen Turnierkonkurrenten durchaus beachtlich. Zum Abschluss des Nachwuchswettbewerbs der Bundesligisten (Revier-Cup) konnte der aktuelle Jahrgang mit Rang 2 einen Spitzenplatz erreichen und kein westdeutscher Mitbewerber beim Cup konnte gegen den Jahrgang 2006 von Schalke 04 bei den letzten Vergleichen den Sieg davon tragen.

Dennoch wird bei dem sehr guten Teilnehmerfeld des diesjährigen Turniers die Endrunde für Schalke sicher kein Selbstläufer. Die Begegnungen gegen Warschau und Köln werden erste
Fingerzeige geben.