FC Antwerpen Jahrgang 2005 Saison 2017/2018

 

Royal Antwerpen setzt sich hohe Ziele

Antwerpen liegt an der Schelde, knapp 90 km vor ihrer Mündung in die Nordsee. Die Stadt grenzt an die Niederlande. Der Name Andauerpa weist auf die aufgeworfenen Ufer (Warften) an der Scheldebucht („an de warp“) hin. Dort lebten die ersten Siedler. Dank des Hafens und des Tuchhandels wurde Antwerpen früh ein führender Handelsplatz. Im 16. Jahrhundert war die Stadt die reichste Handelsstadt Europas. Durch die darauf folgenden Kriege (Habsburger gegen die Niederlande) folgte ein langer Niedergang, der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Zugehörigkeit zum neuen Staat Belgien beendet wurde. Es folgte ein neuer Aufschwung als belgische Hafenstadt. Eine besondere Verbindung zu Neuss bestand zur Zeit Napoleons durch den Bau des Nordkanals. Der sollte in der Vollendung über die Maas bis nach Antwerpen geführt werden. Seit Jahrhunderten gilt Antwerpen als wichtigster Diamantenhandelsplatz der Welt. Insgesamt haben sich etwa 1600 Diamantenfirmen in Antwerpen angesiedelt. Dank des historischen Stadtkerns mit den vielen Baudenkmalen seit dem Mittelalter ist Antwerpen heute auch ein wichtiges Ziel von Touristen.

Auf eine sehr lange Geschichte, Tradition und Erfolge kann auch der Fußballverein FC Royal Antwerpen zurückblicken. Der Verein wurde bereits 1880 gegründet und ist somit der älteste Fußballverein Belgiens, was ihm den Spitznamen „The Great Old“ einbrachte. Antwerpen wurde vier mal belgischer Meister und zwei mal belgischer Pokalsieger. 1993 erreichte Royal Antwerpen FC das Endspiel um den Europapokal der Pokalsieger. Das Finale verloren die Antwerpener allerdings gegen den AC Parma mit 1:3. Dennoch ist Royal Antwerpen FC der letzte belgische Verein, der ein Finale um einen europäischen Wettbewerb erreichen konnte. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die besten belgischen Fußballspieler aktuell in ausländischen TOP-Vereinen spielen. So hat Royal Antwerpen viele Jahre mit Manchester United zusammengearbeitet. So sammelten junge, meist nicht-europäische Talente zunächst Spielpraxis bei Royal Antwerpen. Ein Zeugnis der hohen Spielkultur hat die belgische Nationalmannschaft gerade bei der WM in Russland abgelegt. Der Weltmeistertitel war greifbar nach. In der abgelaufenen Saison 2017/2018 belegte der viermalige belgische Meister einen guten Mittelplatz.

 

 

Mit der neu gegründeten Royal Antwerp Fußballakademie hat sich der Verein sehr hohe Ziele gesetzt. Hinsichtlich der Ziele und Aufgaben unterscheidet sich die Akademie kaum von den Nachwuchsleistungszentren der deutschen Bundesligavereinen. Das bezieht sich nicht nur auf die sportliche Ausbildung, sondern es wird in besonderem Maße auch auf eine gute persönliche Entwicklung Wert gelegt – hierzu zählt auch die Schulausbildung.

Sportlich liegt die Meßlatte sehr hoch. Die einzelnen Jugend-Teams sollen in absehbarer Zeit zu den besten des Landes zählen. Einen Eckpfeiler in der Planung bildet die U14 Mannschaft, die am Novesia Cup teilnimmt. Die Jugendabteilung ist noch einmal zweigeteilt in einen Bereich Junior bis zu einem Alter von 14 Jahren und einen Bereich Senior. Dort haben die sog. Diamonds, das sind die Toptalente im Alter von 16 bis 19 Jahren, die besten Aussichten für eine Karriere als Profifußballer. Hierfür strebt der FC Antwerpen eine 90 prozentige Garantie an.

Das heutige U14 Team hat in der letzten Saison mehrere bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Das Rabobank Top Turnier war ein besonderer Erfolg. Die U14 erreichte das Finale nach Siegen über Sankt Pauli, Ado Den Haag and Bohemians Prague. Lediglich der HSV war dann eine zu große Hürde. Mal sehen wie der Royal Antwerpen FC die Hürden aus Düsseldorf, Frankfurt und Rheinkreis Neuss nimmt.